Ist E-10 eine Alternative für mich?

Bei diesen drei Buchstaben an Ihrem Auto sollten Sie auf E10 verzichten

Seit Januar 2011 gibt es ihn, den Bio-Treibstoff E10. Doch viele Fragen sich noch immer: Verträgt mein Auto das? Und wo liegt eigentlich der Unterschied? Da eine falsche Betankung schnell teuer werden kann, haben wir alle Fakten zum Thema E10 zusammengetragen.

 

10 Prozent aller Pkw’s sollten nicht mit E10 betankt werden

Die Bundesregierung gibt an, dass etwa 90 Prozent aller zugelassen Pkw´s mit E10 betankt werden können. Doch wer sind die schwarzen Schafe? Aufpassen sollte man bei Fahrzeugen, die vor 2005 gebaut wurden und Motoren mit Benzindirekteinspritzung besitzen. Ob dies der Fall ist, kann bei Autos aus dem Volkswagen Konzern anhand der Abkürzungen FSI (Fuel Stratified Injection) oder TFSI (Turbo Fuel Stratified Injection) abgeleitet werden. Das bei diesen Fahrzeugen verwendete Leichtmetall Aluminium ist häufig anfällig gegen das in E10 verwendete Bioethanol. Auch bei Fahrzeugen mit Standheizung sollte man vorsichtig sein. Im Falle einer nachtäglich eingebauten Standheizung ist es ratsam die Verträglichkeit explizit beim Hersteller zu erfragen.

 

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, können Sie Ihr Modell in der E10 Verträglichkeitsliste der DAT unter https://www.dat.de/e10liste/e10vertraeglichkeit.pdf prüfen. Sollten dennoch Fragen offen sein, können Sie sich jederzeit an uns wenden.

Die doppelte Portion „Bio“

Bei E10 Kraftstoff liegt der Bioethanolanteil im Benzin bei 10 Prozent, wohingegen der Anteil bei anderen Kraftstoffsorten bei 5 Prozent liegt. Daraus ergibt sich auch die Bezeichnung E10, das "E" steht für Ethanol und "10" für den angehobenen Anteil von 10 Prozent. Weitere Bezeichnung für E10 Kraftstoffe sind "NormalE10", "SuperE10" oder auch "SuperPlusE10".

Der Umwelt zuliebe

Die Verwendung von E10 Kraftsoffen hat drei wesentliche Vorteile:

  1. Die günstigeren Preise für den Endverbraucher. Der Bio-Spirt liegt knapp vier Cent pro 100 km unter dem Super-Spirt. Im Durchschnitt legt der Pkw-Nutzer jährlich etwa 15.000 km mit seinem Fahrzeug zurück. Am Beispiel eines Fahrzeugs mit einem Durchschnittsverbrauch von 8,0 Litern gerechnet, benötigt der für die jährliche Fahrleistung ca. 1.200 Liter Super-Kraftstoff. Bein einem Spirtpreis von 1,519 EUR errechnen sich Jahreskosten in Höhe von 1.813,60 EUR. Mit dem Kraftstoff E10 benötigt das Fahrzeug zwar ca. 18 Liter mehr pro Jahr, dennoch liegen die Kosten bei nur 1.804,40 EUR und somit ergibt sich eine Erspranis von 9,20 EUR für das gesamte Jahr. Bei einem steigendem Verbrauch oder höherer Laufleistung fällt die jährliche Ersprarnis natürlich größer aus. Ok, das ist jetzt keine wirklich große Erspranis, aber der E10 Kraftstoff hat ja noch weitere Vorteile.
  2. Das verwendete Bioethanol im E10 Kraftstoff wird aus Pflanzen hergestellt, dies reduziert den Ausstoß des Klimagases CO2. Außerdem besteht es demnach aus regenerativen Quellen. Sie schonen mit der Verwendung von E-10 also nicht nur Ihren Geldbeutele (wenn auch nicht erheblich), sondern auch die Umwelt.
  3. Die begrenzten Erdölreserven können durch die Nutzung von Biokraftstoffen erheblich minimiert und somit geschon werden.